Ob während einer Bikepacking-Tour oder bei dem Familienwochenende auf dem Zeltplatz – Camping mit dem Zelt ist eine wunderbare Gelegenheit dem Alltag zu entfliehen und tolle Outdoor-Momente zu erleben.

Dieser Camping-Guide soll Anfängern Hilfestellung geben, damit die erste Camping-Tour zu einem Erfolg wird oder bereits erfahrenen Campern dazu dienen, das ein oder andere Detail zu verbessern.

Es geht in diesem Artikel primär um das Zelten auf Campingplätzen.

Wenn du mehr über Wildcamping und Trekkingplätze erfahren möchtest, dann schau dir gerne unseren Artikel „Legal Wildcampen: Trekkingplätze in Deutschland – die große Übersicht“an.

Die drei größten Camping Mythen

Camping ist nicht nur eine ideale Möglichkeit, während Bikepacking-Touren zu übernachten, es ist ebenso eine fantastische Art, den Urlaub mit der Familie zu verbringen: Es macht Spaß, ist einfach und günstig und die meisten Kinder lieben es.

Du kannst die Sterne sehen, bevor du schlafen gehst und mit Vogelgezwitscher aufwachen. Egal ob der Campingplatz am Stadtrand oder in einem Waldgebiet liegt, beim Camping fühlt man sich frei und mit der Natur verbunden.

Trotz vieler guter Gründe, die dafürsprechen, ist Camping nicht jedermanns Sache. Vielleicht lassen sich noch ein paar Skeptiker vom Camping überzeugen, wenn ich zunächst auf die drei größten „Camping-Mythen“ eingehe, die so manch einen vom Urlaub mit dem Zelt abhalten.

 

Camping ist unkomfortabel

Moderne Camping Ausrüstung ist heutzutage durchaus komfortabel. Durchdachte Zelte aus innovativen Materialien und eine breite Zubehörpalette sorgen dafür, dass (fast) jeder das Komfort-Level erreichen kann, das er gerne hätte.

Auch bei der Wahl des Campingplatzes kann man von der Luxus-Anlage mit Poollandschaft bis hin zum abgelegenen Trekkingplatz alle Variationen antreffen. Nahezu alle gut erschlossenen Campingplätze verfügen über Toilettenanlagen mit Dusche, Restaurant, Kiosk, WLAN und Stromanschlüssen.

Camping ist langweilig

Nur weil man dem hektischen Treiben in der Stadt für ein paar Tage entfliehen möchte, heißt das nicht, dass Camping langweilig sein muss. Es gibt eine Vielzahl an Aktivitäten und Beschäftigungsmöglichkeiten, wenn man mit dem Zelt unterwegs ist.

Du kannst beim Wandern oder Radfahren die Landschaft erkunden, umliegende Städte und Sehenswürdigkeiten besuchen, Spiel und Sport treiben oder einfach nur mit einem guten Buch entspannen. – Camping ist das, was du daraus machst.

Camping Ausrüstung kostet ein Vermögen

Es gibt eine riesige Auswahl an praktischer Camping-Ausrüstung. Wenn du möchtest (und kannst) ist es ein Kinderspiel viel Geld auszugeben und sich mit dem besten Equipment auszurüsten.

Es ist jedoch nicht zwingend notwendig viel Geld auszugeben. Wenn du Camping-Anfänger bist, kannst du dir die Basics wie Zelt, Schlafsack und Schlafmatte ggf. zunächst bei Freunden und Familie ausleihen. Wenn dich das Camping-Fieber dann so richtig gepackt hat, kannst du dein Equipment nach und nach erweitern.

Wenn du keine Möglichkeit hast dir Camping-Ausrüstung  zu leihen oder lieber deine eigene Ausrüstung hast, kannst du dir eine günstige Grundausstattung z.B. bei Decathlon* zulegen und später, bei Bedarf, erweitern oder aufrüsten.

Camping - Urlaub auf dem Campingplatz

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Schritt für Schritt in dein erstes Camping Abenteuer

 

Schritt 1: Planung und Vorbereitung

Bevor du in deinen ersten Camping-Urlaub aufbrichst, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Zunächst solltest du dir überlegen, wie dein Camping-Urlaub aussehen soll. Zu welcher Jahreszeit geht es los, wie sind die Beschaffenheit und die Ausstattung des Platzes, und wie hoch ist dein Budget?

Nachfolgend gehe ich auf die verschiedenen Aspekte etwas genauer ein:

Wohin soll die Reise gehen?

In Deutschland und in den meisten Ländern Europas sind Campingplätze in fast jeder Region zu finden, die Auswahl ist daher groß.

Definiere zuerst, welche Art von Urlaub du anstrebst:

  • Reist du alleine oder mit deiner Familie?
  • Soll es an den Strand gehen oder lieber in die Berge?
  • Legst du Wert auf Komfort und gute Ausstattung oder bist du als Selbstversorger unterwegs, der nicht viel Luxus benötigt?
  • Reist du mit dem Auto, der Bahn oder mit dem Fahrrad an?
  • Wie weit möchtest du fahren?
  • Möchtest du einen aktiven Urlaub, Kultur und Geschichte erleben oder einfach nur relaxen?

Tipp:  Beim ersten Camping Urlaub empfiehlt es sich, einen Platz auszuwählen, der nicht allzu weit weg ist. Die Anreise ist kürzer und wenn du etwas vergessen hast oder das Wetter unerwartet schlecht wird, bist du schnell wieder zu Hause.

Zu welcher Jahreszeit möchtest du Campen?

Viele Campinganlagen haben ganzjährig geöffnet. Naturgemäß erfordert das Zelten im Herbst und Winter eine andere Ausrüstung als im Sommer. In Abhängigkeit der vorherrschenden Temperaturen musst du dein Equipment planen.

In der Hochsession Juni-August musst du dich darauf einstellen, volle Campingplätze vorzufinden. Rechtzeitiges Buchen ist hier sehr ratsam. Zudem erhöhen Campingplätze in der Hauptsession auch gerne die Preise. Wenn du es etwas ruhiger und günstiger magst, empfiehlt es sich auf die Nebensession auszuweichen.

Wie hoch ist dein Budget?

Naturverbundenheit und Freiheitsgefühl sind gute Gründe, die für das Camping sprechen. Viele wählen jedoch auch diese Art des Urlaubs, weil sie vergleichsweise günstig ist. Es ist immer ratsam, sich ein Budget zu setzen und es auch einzuhalten. Wenn du achtsam mit deinem Geld umgehst, steht einem preiswerten Familienurlaub nichts im Weg.

Folgende Kosten solltest du berücksichtigen:

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Wie wirst du Anreisen?

Die Art und Weise der Anreise hat Einfluss darauf, wie viel Gepäck und Ausrüstung du mitnehmen kannst.

Wenn du mit dem Auto anreist, kannst du aus dem Vollen schöpfen. Das sowieso schon große Transportvolumen des Autos kann zusätzlich noch durch Anhänger oder Dach Box erweitert werden.

Bei der Anreise mit öffentlichem Verkehrsmitteln bist du bereits etwas eingeschränkter. Wenn du mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs bist, ist Minimalismus angesagt. Mithilfe einer Packlistesolltest du ganz genau überlegen, was du mitnehmen möchtest und was nicht.

Es ist auch empfehlenswert, die Ausrüstung im Vorfeld einmal probeweise in Rucksack oder Fahrradtaschen zu verstauen, um zu testen, ob die Transportkapazitäten ausreichen.

Wieviel Luxus und Komfort benötigst du?

Glamping oder minimalistisches Ultraleicht-Bikepacking? Zwischen diesen beiden Extremen liegen Welten, wenn es um die Ausrüstung und das Budget geht.

Je nachdem was du bevorzugst, musst du den Camping-Stil bei der Planung deiner Ausrüstung, der Anreise und dem Budget berücksichtigen. Auf was legst du Wert, auf was kannst du verzichten? Es gibt kein richtig oder falsch, es ist dein Urlaub und du entscheidest.

Camping mit Zelt

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Schritt 2: Camping Ausrüstung und Zubehör

Die schier endlose Auswahl an Camping-Ausrüstung und Zubehör kann am Anfang etwas überfordernd sein. Aber keine Sorge, zunächst benötigst du nicht besonders viel und wie Eingangs bereits erwähnt, kannst du dir ggf. einige Basics ausleihen, bevor du dir selbst eine komplette Ausrüstung zulegst.

Beim Camping lernt man andauernd dazu und so wirst du mit der Zeit eine ganz genaue Vorstellung davon erhalten was du wirklich benötigst.

Um dir die Planung zu erleichtern, gehe ich nachfolgend zuerst auf die Basis Ausrüstung ein und ergänze diese dann durch „luxuriösere“ Ausrüstungsgegenstände und „nice to have“ Zubehör.

Am Ende dieses Beitrags findest du ein Beispiel-Packliste für eine Familie mit Kind, die du dir auch kostenlos downloaden kannst.

> direkt zur Packliste

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Die Basics

Die Grundausstattung für einen Campingausflug ist eigentlich relativ übersichtlich.

Sie besteht aus folgenden Elementen:

  • Einem Zelt
  • Einer Schlafunterlage
  • Einem Schlafsack
  • Verpflegung – Sofern du nicht vorhast, jeden Tag essen zu gehen, benötigst du noch Proviant (Essen und Trinken) und eine entsprechende Kochausrüstung
  • Kleidung / Körperpflege

Neben dieser Grundausstattung gibt es viele nützliche Extras, die dir das Camping-Leben einfacher und bequemer machen können, aber dazu später mehr.

Das Zelt

Die Größe des Zeltes hängt davon ab, wie viele Personen darin schlafen sollen und wie viel Platz du haben möchtest. Die zur Verfügung stehende Transportkapazität ist natürlich auch relevant. Bei mehreren Personen, z. B. einer großen Familie, können auch mehrere Zelte zum Einsatz kommen (Kinder-Zelt, Eltern-Zelt).

Es gibt viel verschiedene Zelt-Typen und Bauarten.

In meinem Bikepacking-Zelt Ratgeber findest du mehr Informationen zu den gängigen Modellen.

Falls du dir für deinen ersten Camping-Ausflug kein Zelt leihen konntest, gibt es im Bereich von 100€ bereits anständige 2-Personen Zelte zu kaufen. Wenn du einige Abstriche in Sachen Gewicht und Komfort machen kannst, sind diese Einsteigermodelle ideal, um das Campen einmal auszuprobieren.

Tipp: Egal ob du dir ein Zelt ausleihst oder neu kaufst, du solltest im Vorhinein auf jeden Fall einen Probeaufbau durchführen. So ersparst du dir böse Überraschungen auf dem Platz und hast zudem schon etwas Übung.

Schlafunterlage und Schlafsack

Ein Großteil des Komforts wird dadurch bestimmt, ob du gut schläfst. Bei der Wahl der Schlafausrüstung solltest du also genau auf deine Vorlieben achten.

Wenn du keinen Schlafsack besitzt, kannst du für deine erste Camping-Reise theoretisch einfach dein Bettzeug von zu Hause mitbringen. Bei moderaten Temperaturen reicht herkömmliches Bettzeug völlig aus, sofern du Platz für den Transport hast.

Ein Nachteil dieser Variante ist jedoch die Feuchtigkeit, die sich nachts und bei schlechterem Wetter in dem Stoff festsetzen kann.

Besser geeignet sind in diesem Fall Schlafsäcke. Auch bei Schlafsäcken gibt es eine große Auswahl. Grundsätzlich unterscheiden Schlafsäcke sich in der Füllung und dem verwendeten Material.

Daunen Schlafsäcke gelten als Nonplusultra, wenn es um maximale Wärmeleistung bei möglichst geringem Gewicht geht. Daunen sind aber auch die teuerste Füllung und gelten als feuchtigkeitsanfälliger (abhängig davon, wie die Daunen behandelt wurden).

Daunenschlafsäcke müssen etwas vorsichtiger behandelt werden (Lagerung). Auch die Gewinnung der Daunen steht oft in der Kritik. Solltest du dich für Daune entscheiden, achte auf entsprechende Zertifikate, die das Tier Wohl garantieren.

Schlafsäcke mit synthetischer Füllung sind preiswerter als Daunenschlafsäcke. Um eine vergleichbare Wärmeleistung zu erzielen, benötigt man jedoch mehr Füllstoff, was sie schwerer macht. Für Einsteiger sind Synthetik-Schlafsäcke besonders aufgrund des geringeren Preises und der Robustheit zu empfehlen.

Wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Schlafsackes sind zudem noch die Größe (ein Schlafsack sollte eng anliegen, aber nicht zu eng sein) und der Temperaturbereich, der angibt, für welche Außentemperaturen ein Schlafsack ausgelegt ist. Orientieren solltest du dich immer an dem Komfortbereich TCom.

Bereich Definition
TCom - Komfortbereich Temperaturwert für die "Norm-Frau" (25 Jahre, 60 kg, 1,60 m)
TLim - Komfortlimit Temperaturwert für den "Norm-Mann" (25 Jahre, 70 kg, 1,73 m)
TExt - Extrembereich Untere Grenze des Überlebensbereichs

Zusätzlich zum Schlafsack oder dem Bettzeug benötigst du noch eine Schlafunterlage. Vom komfortablen, selbstaufblasenden Luftbett über ein klappbares Feldbett bis hin zur Ultraleicht- Matte gibt es ein breites Spektrum an Auswahlmöglichkeiten.

Luftmatratzen sind in der Regel sehr komfortabel und bieten eine gute Isolation. Zudem kann man die meisten Modelle kompakt zusammenrollen und spart so Transportvolumen. Für den Anfang können aber auch die guten alten Schaumstoff -Campingmatten in Verbindung mit ein- bis zwei zusätzlichen Decken gute Dienste leisten.

Wenn Gewicht, Platz und Budget keine Rolle spielen, kannst du auch auf klappbare Feldbetten bzw. Camping-Liegen setzen. Die Top Modelle bieten einen Schlafkomfort, der dicht an das eigene Bett herankommt.

Egal welche Variante du wählst, der Schlüssel für warme Nächte ist eine gute Isolierung zwischen dir und dem Boden. Bei Feldbetten und Liegen wird dieses Problem durch den großen Abstand zum Boden gelöst. Bei Schaumstoffmatten kannst du bei kalten Temperaturen mit einer Isomatte oder mit Decken nachhelfen.

Luftmatratzen werden durch den sogenannten R-Wert in Temperaturbereiche eingeteilt. In der nachfolgenden Tabelle kannst du sehen, welcher Wert welche Temperaturbereiche abdeckt.

R-Wert Temperaturbereich Einsatz
1-1,5 bis +7° C 3 Jahreszeiten, warme Nächte
1,5 – 2,5 bis +2° C 3 Jahreszeiten, gemäßigte Nächte
2,5 – 3,5 bis -5° C 3-4 Jahreszeiten, kühlere Nächte
3,5 – 4,5 bis -11° C 4 Jahreszeiten, wintertauglich
4,5 – 5,5 bis -17° C hochalpine Winterbiwaks
5,5 – 6,5 bis -22 °C ausgedehnte Wintertouren
über 6,5 ab -22 °C Extreme Winter- und Expeditionseinsätze

Kochen, Essen und Abwaschen

Für viele Camper ist das Kochen beim Camping ein Riesenspaß und eines der Highlights an jedem Campingtag.

Wenn du dich komplett selber versorgen möchtest, benötigst du:

  • Kocher, Töpfe, Pfannen
  • Besteck, Geschirr, Becher oder Gläser
  • Lebensmittel, Gewürze
  • Getränke
  • Spülmittel, Spülschüssel, Spültuch, Trockentuch

Der Umfang der Koch-Ausrüstung und der mitzuführenden Lebensmittel ist von der Personenanzahl abhängig und wie aufwendig du kochen möchtest. Zu Anfang solltest du nicht zu aufwendige Mahlzeiten planen. Oft reichen Nudeln, etwas Gemüse und etwas Tomatensoße.

Campingverpflegung sollte:

  • leicht zu lagern und haltbar sein
  • nicht gekühlt werden müssen (es sei denn, du hast eine Kühlmöglichkeit)
  • einfach und schnell zuzubereiten sein
  • schmackhaft und nahrhaft sein

Um Gewicht und Transportvolumen zu sparen, kannst du nur ein Minimum an Lebensmitteln und Getränken mitnehmen und den Rest nach Bedarf in örtlichen Supermärkten einkaufen (sofern vorhanden).

Viele Camper setzen auf eine Mischung aus selber Kochen und essen gehen. Das sorgt für Abwechslung und erleichtert das Gepäck.

Achtung: Das Kochen muss immer außerhalb des Zeltes stattfinden. Ein Grill oder Gaskocher im Zelt (oder Vorzelt) erhöht die Brandgefahr enorm und kann zudem zu gefährlichen Kohlenmonoxid Vergiftungen führen!

Solltest du Lebensmittel mitführen, musst du dir auch über deren Lagerung Gedanken machen. Um das Verderben oder den Befall mit Insekten zu vermeiden, müssen geeignete Behälter mitgeführt werden.

Trockene Zutaten wie Gewürze, Haferflocken, Reis oder Nudel können wunderbar in wiederverschließbaren Zip-Beutel oder Tupper-Boxen verstaut werden.

Verderbliche Lebensmittel müssen gekühlt werden. Dazu eignen sich Kühlboxen, die mit Strom oder Gas (Gas muss, zusätzlich transportiert oder vor Ort gekauft/geliehen werden)betrieben werden können (wenn vorhanden).

Auf manchen Campingplätzen haben Gäste auch die Möglichkeit, öffentlich zugängliche Kühlschränke zu verwenden. Du solltest dich vorher informieren, ob dies möglich ist.

Vergiss den Abwasch nicht. Normalerweise verfügen Campingplätze über Möglichkeiten den Abwasch zu erledigen. Du musst jedoch deine eigenen Spülutensilien wie Schwamm, Spülmittel und Trockentuch mitbringen.

Eine Spülschüssel eignet sich nicht nur für den Spülvorgang, in ihr kann man auch das dreckige Geschirr bis zur Spülstelle transportieren, die nicht selten einige Meter vom Zelt entfernt ist.

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Kleidung und Körperpflege

Es gibt nicht wirklich eine generelle Empfehlung für camping-spezifische Kleidung. Du musst lediglich sicherstellen, dass deine Kleidung den Wetterverhältnissen angepasst ist. Eine Schlechtwetterausstattung und eine zusätzliche Kleidungsschicht, falls es doch kälter als erwartet wird, ist in jedem Fall ratsam.

Zusätzlich zur Kleidung musst du alles mitführen, was du für die Körperpflege benötigst. Das gilt ebenfalls für Medikamente. Wenn der Camping-Urlaub länger als ein paar Tage dauert, sollte auch Waschmittel für die Kleidung mit eingepackt werden. Einige Rollen Klopapier und ausreichend Taschentücher können auch nie schaden.

Campingausrüstung

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Komfort und Luxus

Mit der richtigen Ausstattung kannst du es dir beim Camping so richtig gemütlich und bequem machen – und das ist gar nicht schwer. Aus einer großen Plane, einigen Kissen und Decken lässt sich im Handumdrehen eine Chillout-Area zaubern.

Sitzgelegenheiten und Unterhaltung

Wenn du ausreichend Platz und Budget hast, sind Camping-Stühle eine lohnende Investition. In Verbindung mit einem Campingtisch entsteht ein gemütlicher Platz, an dem die ganze Familie essen, lachen und entspannen kann.

Planst du viel Zeit auf dem Campingplatz zu verbringen oder bist du den ganzen Tag unterwegs und kommst nur zum Schlafen zurück? Ist Ersteres der Fall, solltest du für Aktivität und Unterhaltung sorgen. Je nach Vorlieben sorgen Bücher, Sportgeräte oder Spiele für Abwechslung, Bewegung und Spaß. So manch ein Camper wurde auch schon mit Fernseher und Playstation gesichtet.

Sollte das Zelt, das du mitführst, nicht über ein Vorzelt verfügen, ist ein separater Pavillon eine wunderbare Erweiterung des Platzangebotes. Besonders wenn du mit mehreren Personen zeltest und das Wetter einmal nicht so schön sein sollte, kann der Pavillon als Wohnzimmer für Spiele und gemeinsame Essen genutzt werden.

Licht und Beleuchtung

Mit Ausnahme von Toilette, Waschräumen, Gehwegen etc. gibt es auf Campingplätzen nicht wirklich viel Licht, wenn es dunkel ist. Um für ausreichend Licht im Zelt zu sorgen, gibt es diverse Camping-Lampen mit den unterschiedlichsten Funktionen. Simple Ausführungen sind schon für wenige Euros zu haben.

Um beim nächtlichen Toilettengang für gute Sicht zu sorgen, empfiehlt es sich zudem, eine Taschenlampe oder Stirnlampe dabei zu haben. Auch die im Handy integrierte Taschenlampe kann für diese Zwecke ausreichend sein.

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Nützliche Gadgets

Einige nützlich Utensilien sollten sich auf jeder Packliste wiederfinden.

Dazu gehören unteranderem:

Luxus-Gadgets

Jetzt kommen wir zu dem Teil, in dem fast alles möglich ist. Bei den Luxus Gadgets sind der Phantasie und dem Geldbeutel kaum Grenzen gesetzt.

Angefangen von den geliebten Smartphones und IPad´s (Ladekabel nicht vergessen), über Laptop Fernseher, Kühlschrank, Ventilator, Fön und Co., bis hin zum aufblasbaren Luxus-Zelt oder einer Outdoor Sofa Garnitur, kann man auf Campingplätzen so ziemlich alles beobachten – entscheide selber was du dabeihaben möchtest.

Du kannst dir die komplette Camping-Packliste als praktische Checkliste HIER kostenlos downloaden!

Schritt 3: Auf dem Campingplatz

 

Der richtige Platz zum Aufbau

Bei der Wahl des Stellplatzes gibt es eine Reihe von Dingen zu beachten und es müssen zwangsläufig fast immer Kompromisse eingegangen werden.

Je nach Saison und Auslastung des Campingplatzes gibt es vielleicht nur eine begrenzte Auswahlan Stellplätzen. Wenn der Campingplatz über eine Platzkarte verfügt, die online einsehbar ist, kannst du diese bereits vor Reiseantritt studieren und versuchen, die besten Spots zu reservieren.

 

Standort des Stellplatzes

Wenn es darum geht, den besten Standort für deinen Stellplatz zu wählen, gibt es mehrere Dinge zu bedenken. Die Faktoren für einen guten Stellplatz hängen von der Wahl des Campingplatzes, den dortigen Einrichtungen und deinen Präferenzen ab.

Es lohnt sich immer, sich im Vorfeld über die Platzverhältnisse zu informieren und sich gründlich auf dem Platz umzusehen, bevor du dich niederlässt.

Kriterien zur Wahl eines geeigneten Zeltplatzes können sein:

  • Nähe zu den sanitären Anlagen – kann Vorteilhaft sein, da du kurze Wege hast. Andererseits wird der Standort durch andere Camper stark frequentiert sein und es kann zu Geruchsbelästigungen kommen.

 

  • Nähe zu Einrichtungen wie Grillplätzen, Schwimmbädern, Restaurants etc. – An diesen Plätzen tummeln sich üblicherweise viele Leute. Es kann daher zu Lärm und Belästigungen durch Gerüche oder Qualm kommen.

 

  • Aussichtslage – ein Stellplatz direkt am Meer oder am Waldrand ist etwas Tolles. Wenn du Wert auf eine gute Lage legst, solltest du frühzeitig reservieren (wenn möglich). Die Abgeschiedenheit dieser Plätze hat oft längere Fußwege zu den sanitären Anlagen zur Folge.

 

  • Nachbarn und Privatsphäre– schau dich um, bevor du dein Zelt aufbaust. Wenn du dich direkt neben einer Schulklasse oder einem Junggesellenabschied niederlässt, wirst du nicht viel Freude an deinem Aufenthalt haben, wenn du Ruhe und Entspannung suchst.
 

Eigenschaften des Stellplatzes

Wenn du den richtigen Spot zum Aufstellen deines Zeltes gefunden hast, lohnt es sich noch einmal genauer hinzuschauen. Neben dem richtigen Platz spielt auch die Beschaffenheit eine nicht unwichtige Rolle.

  • Ebener Boden – je ebener der Untergrund, desto besser. Manche Camper bevorzugen jedoch einen ganz leicht geneigten Untergrund. Wenn man mit dem Kopf etwas erhöht schläft, kann es angenehm sein – das ist aber Geschmackssache. Der eigentliche Vorteil eines leicht abfallenden Bodens ist der, dass bei starken Regen sich keine Pfützen am Zeltplatz bilden, da das Wasser ablaufen kann.

 

  • Schutz – Dein Zelt sollte bestenfalls vor Wind und Wetter geschützt aufgebaut werden. Den besten Schutz bieten Stellplätze an Hecken, Büschen, Zäunen oder Mauern. Vorsicht bei Bäumen! Das Zelten unter Bäumen ist riskant, da bei Sturm und Regen Äste herabstürzen können. Einen solchen Platz solltest du daher vermeiden.

 

  • Größe –Der Stellplatz muss groß genug sein, um Platz für dein Zelt und ggf. Anbauten wie einen Pavillon zu bieten. Auf manchen Plätzen darf auch das Auto mit an den Zeltplatz.

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Camping Knigge und Campingplatz Regeln

Beim Camping auf einem öffentlichen Zeltplatz bist du in der Regel nicht alleine. Camper unter sich verstehen sich als eingeschworene Gemeinschaft und halten zusammen. Wenn du ein Problem oder eine Frage hast, musst du keine Scheu haben, deine Mit-Camper anzusprechen.

Das Zusammenleben in einer solchen Gemeinschaft setzt aber auch Rücksichtnahme, Anpassungund das Befolgen einiger Regel voraus.

Viele Camper möchte ihren Aufenthalt in Ruhe genießen, andere wiederum sind aktiv, möchte Sport und Spiel treiben und dabei evtl. noch Musik hören.

Damit diese unterschiedlichen Interessen so gut es geht im Einklang miteinander sein können, gibt es ein paar Regeln und Grundsätze, die auf (fast) allen Campingplätzen einzuhalten sind.

Lärmreduzierung

Lärm ist wohl der zielführendste Weg, sich mit seinem Camping Nachbarn zu verkrachen und sich auf dem Platz unbeliebt zu machen. Zelte sind nicht isoliert und die Umgebungsgeräusche dringen unbehindert ein.

Besonders in den frühen Morgen- und späten Abendstunden solltest du daher versuchen, Lärm weitestgehend zu vermeiden. Das bedeutet, dass du dich leise unterhalten und die Lautstärkedeiner Unterhaltungsgeräte (Radio, Fernseher etc.) niedrig halten solltest. Am besten lässt du sie in diesen Zeiten ganz ausgeschaltet.

Auch das laute Öffnen und Schließen von Autotüren oder Zeltreißverschlüssen kann schlafende Camper stören.

Gerade wenn du mit kleineren Kindern unterwegs bist, ist es gar nicht so einfach, wenig Geräusche zu produzieren. Am Ende ist es immer ein Balanceakt und abhängig von der Akzeptanz der anderen Camper. Ein weinendes Kleinkind wird sicherlich eher toleriert als laut dröhnende Musik nach 10 Uhr abends.

Privatsphäre respektieren

Schlage dein Lager nicht zu dicht an deinen Nachbarn auf. Halte einen respektvollen Abstandzu ihnen und versuche dein Zelt nicht direkt in das Sichtfeld deiner unmittelbaren Nachbarn zu bauen und ihnen damit womöglich die Aussicht zu versperren. Das gilt besonders für Campingplätze, auf denen du dir deinen Stellplatz frei auswählen kannst.

Den Stellplatz deiner Nachbarn solltest du auch nicht einfach so ohne zu Fragen betreten oder Ausrüstungsgegenstände dort abstellen (auch nicht, wenn es nur kurz ist).

Wenn du zu den sanitären Anlagen oder zum Restaurant möchtest, bleibe auf den offiziellen Gehwegen und vermeide es, durch den „Vorgarten“ deiner Zeltnachbarn zu laufen, auch wenn das der schnellere Weg ist.

Lesetipp:  Radreisen mit Kindern – die A bis Z Planung

Camping mit Kindern

Kinder lieben es, sich auf dem Campingplatz frei bewegen und nach Herzenslust spielen zu können. Das ist gut so und soll auch so sein. Du solltest jedoch trotzdem immer ein Auge auf den Nachwuchs haben, um sicherzugehen, dass sie keinen Unfug anstellen und sich andere Camper nicht zu stark gestört fühlen

Camping mit Hunden

Hunde sollten auf Campingplätzen immer unter Kontrolle gehalten werden. Besonders große Tiere, die ggf. Ängste bei anderen Campern auslösen, sollten an der Leine gehalten werden. Auf vielen Plätzen gilt sogar eine Leinenpflicht.

Auch das Bellen der Hunde kann zu Konflikten führen. Sofern das möglich ist, achte also darauf, dass dein Hund nicht zu häufig anschlägt und lasse ihn nie unbeaufsichtigt.

Ordnung und Sauberkeit

Der Platz, der dir zur Verfügung gestellt wird, ist selbstverständlich rücksichtsvoll zu behandeln. Dazu zählt, dass deine Sachen nicht überall verstreut herumliegen und dass du Ordnung hältst.

Den entstehenden Müll sammelst du am besten in Müllbeuteln und entsorgst ihn regelmäßig in den dafür vorgesehen Behältern auf dem Campingplatz. Wenn du abreist, prüfst du am besten noch einmal das ganze Areal, auf dem du dich aufgehalten hast. Ist der Platz sauber, der Müll entsorgt und alle Heringe wieder aus dem Boden gezogen?

Feuer auf dem Campingplatz

Viele Plätze bieten die Möglichkeit, offenes Feuer zu machen. Entweder gibt es extra dafür ausgewiesene Feuerstellen und Plätze oder es werden Feuerschalen genutzt, die du auch auf deinem Stellplatz verwenden darfst.

Wenn du Feuer machen möchtest, erkundige dich an der Rezeption über die geltenden Regelndiesbezüglich. Achte immer darauf, dass genügend Abstand zu brennbaren Materialien besteht und mache niemals ein Feuer, wenn es nicht erlaubt ist.

camping mit zelt was braucht man

Urheber: dolgachov / 123RF Standard-Bild

Auf in dein erstes Camping-Abenteuer 20201

Die Freiheit, in der Natur zu schlafen, den Sternenhimmel zu sehen und die Welt intensiver wahrzunehmen, sind unbeschreibliche Momente, die du beim Camping erleben kannst.

Auch wenn du ein wenig auf andere Rücksicht nehmen musst und einige Abstriche in punkto Schlafqualität und Komfort machen musst, solltest du dir die positiven Aspekte nicht entgehen lassen.

Mit etwas Vorbereitung und einer guten Planung wird dir dein erstes Camping-Abenteuer problemlos gelingen – und falls nicht, kannst du daraus lernen und es beim nächsten Mal besser machen.

Nutze diesen Ratgeber als Grundlage, dich vorzubereiten und sammle anschließend deine eigenen Erfahrungen – du wirst sehen, es lohnt sich.

Happy Camping

Dennis

Camping mit Zelt was braucht man? – Eine Beispiel Packliste

 

Campingurlaub mit der Familie ist ein großes Abenteuer – nicht nur für die Kinder. Jeder Tag bietet die Gelegenheit, Neues zu entdecken und gemeinsam eine tolle Zeit zu verbringen.

Diese exemplarische Packliste für einen Campingurlaub mit der Familie (Kinder über 5 Jahre) soll dir eine Hilfestellung bei der Planung deines Campingurlaubs sein. Bei deiner Planung solltest du die Packliste stets dem individuellen Anspruch, dem Wetter, dem Reiseziel und der Ausstattung des Campingplatzes angepasst werden.

Schlafzimmer

Wohnzimmer

Küche

Ausrüstungsgegenstand Produkt
Campingkocher: Campingaz inox deluxe*
Campingkocher Gas: Campingaz Gaskartusche*
Camping Besteck inkl. Schneidbrett: PEARL Besteckset: 22-tlg.*
Camping Geschirr: Melamin Campinggeschirr Set 4 Personen*
Campingkochtöpfe und -pfannen: 1yess Camping Topfset*
Scharfes Messser: wie vorhanden
Multifunktionsmesser: Quechua Multifunktionsmesser*
Kochlöffel, Pfannenwender: wie vorhanden
Grill (optional): FENNEK Grill Light*
Grillkohle: wie vorhanden
Grillanzünder: Grillmaster Holzwolle Anzünder*
Wasserkanister: hünersdorff Wasserkanister ECO*
Spülschüssel: Quechua faltbar 8L*
Spülmittel: wie vorhanden
Spültuch / Schwamm: wie vorhanden
Trockentücher: wie vorhanden
Küchenrolle: wie vorhanden
Alufolie / Frischhaltefolie: wie vorhanden
Müllbeutel: wie vorhanden
Trinkflaschen: Quechua Alu-Trinkflasche 1,5L*
Behälter mit Deckel (Tupperdosen): Clip & Close Frischhaltedosen*
Kühlbox (optional): Campingaz Elektro-Kühlbox 25L*
Kaffemaschine (optional): Tristar Kaffeemaschine mit 0,6L Glaskanne*

Lebensmittel und Verpflegung

Badezimmer

Reiseapotheke

Kleiderschrank

Spiel und Spaß

Sonstiges

Die Liste dient als Orientierungshilfe für deine Tourenplanung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Titelbild:Urheber: iidniel / 123RF Standard-Bild

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