
Wer nicht nur in heimischen Gefilden fahren, sondern sein Bike zum Zielort transportieren möchte, benötigt einen Fahrradträger für das Auto. Dabei reicht die Auswahl von Dach – und Kupplungsträgern über Heckträger bis zu Systemen für den Innenraum.
Genauso vielfältig sind die Kriterien, die du beim Kauf beachten musst:
Welche Variante lässt sich einfach montieren, wie viele Bikes kannst du mitnehmen, ist Zubehör notwendig und wie sieht es mit der Sicherheit aus? Fragen über Fragen…
Um Licht in den "Dschungel" der Fahrradträger zu bringen, stelle ich dir die geläufigsten Modelle mit ihren Vor- und Nachteilen vor.
Anschließend erfährst du noch, was du beim Transport deines Fahrrads berücksichtigen solltest.
Wie der Name schon verrät, eignen sich Dachfahrradträger zum Transport deines Fahrrads auf dem Fahrzeugdach.
Dafür wird der Träger im ersten Schritt an die Dachschienen montiert. Anschließend kannst du das Fahrrad selbst befestigen – je nach Modell an den Rädern oder dem Rahmen.

Fahrradträger mit Anhängerkupplung stellen seit einigen Jahren die beliebteste Variante auf dem Markt dar. Meist handelt es sich ein Gerüst aus mehreren Schienen. Die Anzahl bestimmt dabei, wie viele Fahrräder sich transportieren lassen.

Wer seine Fahrräder hinter dem Auto transportieren möchte, kann auf eine weitere Variante zurückgreifen:
Fahrradträger ohne Anhängerkupplung, die an der Heckklappe montiert werden.
Meistens erfolgt die Befestigung am oberen Spalt sowie unten an der Klappe. Das Fahrrad wird anschließend per Halteklammer am Rahmen befestigt. Schlaufen für die Räder sorgen zusätzlich für sicheren Halt.

Fahrräder lassen sich nicht nur auf oder hinter dem Fahrzeug transportieren.
Es gibt auch die Möglichkeit, deinen Drahtesel im Innenraum mitzunehmen – natürlich nicht ungesichert, sondern mit speziellen Trägern. Diese bestehen meist aus einer Aluschiene, die an der Halterung für den Kindersitz befestigt wird.
Andere Modelle halten, indem sie zwischen beide Fahrzeugwände gespannt werden. Anschließend kannst du das Fahrrad an der Gabel anschrauben und mit Spanngurten zusätzlich sichern.
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Mehr InformationenBeim Maximalgewicht sind zwei Dinge zu beachten: Zum einen hat jeder Fahrradträger eine maximale Stützlast, die du der Bedienungsanleitung entnehmen kannst.
Zum anderen musst du auf die Stützlast deines Fahrzeugs achten: Wie viel dürfen Anhänger plus Fahrräder insgesamt wiegen? Diese Information enthält der Fahrzeugschein.
Bei den Abständen der Fahrräder kommt es auf die richtige Balance an.
Der Abstand sollte nicht zu klein sein, damit die Rahmen bei der Fahrt nicht zusammenstoßen. Ist er jedoch zu groß, wird der Platz nicht optimal ausgenutzt. Um das zu umgehen, kannst du deine Fahrräder versetzt nebeneinander transportieren.
Heißt: Ein Fahrrad steht mit dem Lenker, das andere mit dem Sattel nach vorne. So kommen sich die Lenkgabeln nicht in die Quere
Je nach Modell gehen Fahrradträger bereits ab 50 Euro los, wobei es nach oben kaum eine Grenze gibt.
Wie viel du zahlen solltest, hängt natürlich von deinen Wünschen und Gewohnheiten ab:
Wenn du dein Fahrrad nur einmal im Jahr transportierst, tut es evtl. ein günstiger Träger, der beim Komfort und der Montagegeschwindigkeit das Nachsehen hat.
Anders sieht es aus, wenn du den Träger jedes Wochenende benötigst.
Auch solltest du nicht nur die Anschaffungs-, sondern auch die Folgekosten bedenken.
Diese resultieren bei Dachträgern vor allem in einem erhöhten Kraftstoff-Verbrauch, sodass sich ein vermeintliches Schnäppchen langfristig als kostspielig erweisen kann.
Tests zeigen: Bei einem Unfall präsentieren sich Innenraum-Träger am sichersten, da die Fahrräder im Fahrzeuginneren gehalten werden.
An nächster Stelle kommen Kupplungsträger, und am gefährlichsten sind Dachträger.
Im schlimmsten Fall können sich die Fahrräder lösen und zu gefährlichen Geschossen werden. Darum lohnt es sich, ein geprüftes Qualitätsprodukt zu kaufen – etwa Thule Dachfahrradträger.
Auch bei Kupplungsträgern ist Vorsicht geboten: So untersuchte der ADAC im Jahr 2019 11 dieser Modelle und stellte fest:
Gerade bei Billigmodellen können sich die Fahrräder bei einem Aufprall lösen. Hervorragend schnitten dagegen Fahrradträger von Thule und Uebler ab.
Wenn du dir unsicher bist, solltest du auf Sicherheitszertifikate achten, die beispielsweise vom TÜV vergeben werden.
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Selbst der beste Fahrradträger kann zur Gefahr werden und dich in Konflikt mit dem Gesetz bringen, wenn du ihn falsch bedienst.
Darum hier einige Tipps, mit denen der Transport sicher gelingt:
Bevor du einen Kupplungsträger anbringst, solltest du die Anhängerkupplung von Fett und Schmutz säubern.
So verhinderst du, dass der Träger verrutscht.
Alle Teile, die bei der Fahrt durch Vibrationen abfallen könnten, solltest du vorher entfernen.
Dazu gehören Trinkflaschen und Bikepacking-Taschen ebenso wie Tachometer und Radcomputer.
Auch wenn du einen Kupplungs- oder Heckträger verwendest, muss dein Nummernschild noch gut sichtbar sein.
Falls dieses durch den Träger verdeckt wird, bleibt dir nichts anderes übrig, als ein Extra-Kennzeichen anzubringen. Dasselbe gilt für eine zusätzliche Leuchte, falls das dritte Bremslicht nicht mehr sichtbar ist.
In Ländern wie Italien, Spanien und Portugal ist es außerdem Vorschrift, eine Warntafel am Heck zu befestigen
Für das Fahren mit Fahrradanhängern gibt es keine eigene Geschwindigkeitsbeschränkung.
Jedoch geben viele Hersteller eine Empfehlung, an die du dich halten solltest. Kupplungsträger etwa sind meist für eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h ausgelegt. Das ist auch die Geschwindigkeit, die vom ADAC empfohlen wird.
Selbst wenn du langsamer fährst, solltest du beachten, dass dein Fahrzeug durch die zusätzliche Beladung anders reagieren kann – etwa in Kurvenfahrten.
Ebenso verlängert sich der Bremsweg.

Wie du siehst, gibt es für den Transport eines Fahrrads zahlreiche Möglichkeiten. Fassen wir noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen:
Happy travelling
Dennis

Foto: © Atera

Foto: © Thule

Foto: © Thule

Foto: © Bikeinside
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