Stromversorgung beim Bikepacking - So hast du unterwegs immer genügend Energie

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Die Route planen, navigieren, kurz das Wetter checken oder den nächsten Supermarkt suchen – Smartphone und Co. machen das Bikepacking deutlich komfortabler. Zwar steht für mich die Nähe zur Natur im Vordergrund. Ganz verzichten möchte ich auf meine elektronischen Helfer jedoch nicht.

Natürlich gilt:

Damit die Geräte funktionieren, benötigst du Strom.

Das kann vor allem auf langen Touren eine Herausforderung darstellen.

Nicht immer sind Steckdosen verfügbar, sodass sich findige Bikepacker anders behelfen müssen.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du deine elektronischen Geräte auf der Reise aufladen kannst.

Außerdem verrate ich Tipps zur effizienten Nutzung – damit deine Akkus möglichst lange durchhalten.

Vor der Fahrt: Planung der Energieversorgung

Wenn dir während einer Tagestour einmal der Akku ausgeht, ist das kein großes Problem.

Meist ist die nächste Steckdose nicht weit – oder du kennst dich gut genug aus, um auch ohne elektronische Gadgets voranzukommen.

Anders sieht es in fremden Ländern oder sehr abgelegenen Gebieten aus.

Dort kann dich der Ausfall von Navi, Smartphone und Co. vor Herausforderungen stellen.

Ich empfehle darum folgende Tipps:

Ermittle deinen Strombedarf

Um eine ausreichende Stromversorgung sicherzustellen, musst du zunächst ungefähr wissen, wie viel Strom du benötigen wirst.

Der Strombedarf während einer Bikepacking-Tour hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Länge und Zeitpunkt der Etappen

Je länger die Etappen sind, die du am Stück zurücklegen möchtest, desto länger sollten die Akkus deiner elektronischen Geräte durchhalten.

Klar, oder?

Natürlich spricht nichts dagegen, Smartphone oder Navi während der Fahrt aufzuladen.

Das geht mithilfe von Powerbanks oder Solarpanels.

Der Vorteil:

Du vermeidest unnötige Ladestopps und kommst schneller an dein Ziel.

Wenn du gerne ausgiebige Pausen machst und vor Ort ausreichend Strom vorhanden ist, kannst du die Zeit nutzen und deine Geräte mit Hilfe eines Multi-Port-Schnellladesteckers „betanken“.

Tageszeit

Auch die Tageszeit spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Willst du z. B. schon in der Dunkelheit aufbrechen oder gar die Nacht durchfahren?

Dann benötigst du mehr Strom für deine Beleuchtung* und musst dafür sorgen, dass diese funktionstüchtig bleibt.

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Infrastruktur / Umgebung

Strom gibt es überall – sollte man meinen.

Tatsächlich aber sind die Gegebenheiten je nach Land und Gebiet verschieden.

Für ein Beispiel müssen wir nur kurz über den Atlantik blicken: nach England.

Dort sehen die Steckdosen anders aus als hierzulande, sodass du einen Adapter* benötigst.

Bedenke auch, dass nicht alle Länder ein so gut ausgebautes Stromnetz besitzen wie Deutschland.

Eventuell funktioniert dieses nicht den ganzen Tag oder fällt völlig unerwartet aus.

Für solche Fälle empfiehlt es sich, Nabendynamos und/oder Solarpanels zur Stromgewinnung mitzunehmen.

Wahl des Schlafplatzes

Schläfst du bevorzugt in Pension, Hotels oder auf gut ausgestatteten Campingplätzen?

Dann stellt die Stromversorgung kein Problem dar.

Meist hast du mehrere Steckdosen zur Verfügung und kannst alle Geräte über Nacht laden.

Anders sieht es mit Übernachtungen in der freien Wildbahn oder auf Trekking-/Biwakplätzen aus.

Dort musst du deinen Strom selbst mitnehmen. 

Anzahl und Beschaffenheit der elektronischen Geräte

Je mehr elektronische Geräte du mitführst, desto mehr Strom benötigst du.

Das sollte einleuchten. Jedoch ist nicht nur die Anzahl der Geräte entscheidend für den Energiebedarf – es kommt auch auf die Art und die Nutzungsdauer an.

Beispiele gefällig?

Alte Geräte haben oft eine geringere Akkuleistung als neue; Fahrrad-Navis verbrauchen weniger Strom als Smartphones, und auch bei den Handys ist die Bandbreite groß:

Faktoren wie Hardware, Display, Apps und Dienste im Hintergrund entscheiden darüber, wie lange das Gerät durchhält.

Auswahl der elektronischen Geräte

Jeder weiß aus eigener Erfahrung:

Unterschiedliche Geräte haben unterschiedliche Akku-Laufzeiten und stellen andere Anforderungen ans Laden.

Darum ist schon die Auswahl der Geräte wichtig, wenn du Strom sparen möchtest.

Smartphones fürs Bikepacking

Mit deinem Smartphone kannst du nicht nur telefonieren, sondern auch navigieren, Karten lesen, Musik hören und und und…

kein Wunder also, dass viele Bikepacker diese Geräte bevorzugen.

Leider ist die Akkulaufzeit nicht immer berauschend.

Folgende Kriterien bestimmen, wie lange das gute Stück durchhält:

  • Akku-Kapazität: Je mehr Milliamperestunden (mAh), desto länger die Laufzeit – zumindest, wenn man die folgenden Faktoren nicht berücksichtigt:
  • Hardware: Während Unter- und Mittelklasse-Chips meist sehr sparsam sind, verbrauchen High End-Chips eine Menge Strom. Das zehrt am Akku.
  • Display: Stromfresser Nummer eins ist das Display. Größe, Helligkeit und Wiederholungsrate (z. B. 60 vs. 120 Hz) haben einen großen Einfluss auf die Laufzeit.
  • Dienste im Hintergrund: Durch Apps, Benachrichtigungen, Updates etc. wird das Smartphone ständig aus dem Ruhezustand gerissen. Kein Wunder also, dass sich der Akku dann schneller entleert.
  • Alter: Smartphone-Akkus verlieren mit der Zeit unweigerlich an Kapazität. Das heißt: ältere Geräte halten weniger lang durch als neue – selbst, wenn du sie pfleglich behandelst.

GPS-Navigationsgeräte fürs Bikepacking

Smartphones sind nicht die einzige Möglichkeit, sich beim Bikepacking zu orientieren.

Eine Alternative stellen spezielle Fahrrad-Navis mit GPS dar.

Diese verbrauchen wesentlich weniger Energie, sodass du dich über längere Akku-Laufzeiten freuen darfst.

Darüber hinaus gibt es Geräte wie das Garmin eTrex 22x*, die statt eines fest verbauten Akkus mit Batterien betrieben werden.

Der Vorteil: Batterien sind leichter als Akkus und fast überall verfügbar.

Für Radreisende, die oft in fernen Ländern und abgelegenen Gegenden unterwegs sind, kann sich die Anschaffung eines solchen Geräts daher lohnen.

Lampen fürs Bikepacking

Wer sein Smartphone als Taschenlampe verwendet, leert den Akku in Rekordgeschwindigkeit.

Besser sind daher spezielle Fahrradleuchten.

Es gibt sie sowohl mit externen als auch mit fest installierten Akkus.

Erstere präsentieren sich dabei ausdauernder.

Außerdem kannst du eine Fahrradlampe kaufen, die mit Batterien funktioniert.

So bist du noch unabhängiger von Steckdosen und benötigst kein spezielles Ladekabel.

Geräte mit flexiblen Lademethoden

Einige Geräte, wie z.B. die Stirnlampe von Petzl*, können mit einem Akku oder mit AAA-Batterienn betrieben werden.

Diese Flexibilität sorgt dafür, dass du nicht so schnell im Dunkeln stehen wirst.

Stromversorgung beim Bikepacking

Während der Fahrt – Aufladen der Elektronik beim Bikepacking

Irgendwann ist jeder Akku einmal leer.

Deshalb sprechen wir in diesem Teil des Artikels darüber, wie und womit du deine Geräte unterwegs wieder aufladen kannst.

Schnell-Ladegeräte und Kabel

Mit Schnell-Ladegeräten lassen sich Akkus auch auf kurzen Stopps effizient „betanken“.

Im Vergleich zu regulären Ladegeräten liefern diese Modelle oft die doppelte Geschwindigkeit.

So kannst du z. B. zwischendurch an Tankstellen, Kiosks oder Restaurants nachfragen, ob du die Steckdose nutzen darfst.

Selten wirst du ein Nein hören.

Lass deine Elektronik jedoch nicht zu lange allein, um Langfinger nicht in Versuchung zu führen.

Das ist bei Schnelladegeräten und Kabeln zu beachten

So praktisch Schnellladen ist – beachte:

Das entsprechende Kabel allein genügt nicht.

Dein Gerät muss auch für diese Technologie ausgelegt sein, also eine ausreichend hohe Watt-Zahl unterstützen.

Problematisch können hohe Stromstärken sein.

Diese führen zu einer höheren Hitzeentwicklung als beim regulären Laden.

Lass dein Gerät daher nicht unbeaufsichtigt; meide das Schnellladen in der Sonne und führe währenddessen keine Hardware-hungrigen Apps oder Spiele aus.

Sonst könnte das Gerät überhitzen und Schaden nehmen. 

Schnelladegeräten Vor- und Nachteile

Produktbeispiele für Ladegerät und Kabel

Anker 735 Charger

Leistung: 65W
USB-C: 2x
USB-A: 1x
Preis prüfen*

Anker PowerLine+

Länge: 90 cm
Datentransfer: 5 Gbps 
USB C auf USB 3.0 A
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Powerbanks fürs Bikepacking

Die ideale Powerbank fürs Bikepacking ist – genau wie der Rest der Ausrüstung – kompakt, leicht und auf Effizienz getrimmt.

Beachte jedoch: Leistungsstarke Modelle mit hoher Kapazität fallen automatisch größer und schwerer aus.

Ein Kompromiss ist gefragt.

Außerdem solltest du beim Kauf darauf achten, dass sich die Powerbank schnell aufladen lässt.

Auf längeren Touren kann es sinnvoll sein, 2–3 verschiedene Modelle mitzuführen, um noch unabhängiger von Steckdosen zu sein.

Ich verwende immer eine große 20.000 mAh Powerbank.

Wenn ich länger unterwegs bin, kommt dazu eine kleinere 10.000 mAh Powerbank ins Gepäck.

Das ist bei Powerbanks zu beachten

Die Nutzung einer Powerbank ist denkbar einfach.

Du musst lediglich den USB-A Stecker mit der Powerbank, und den USB-C Stecker mit Smartphone/Navi/etc. verbinden.

Achte darauf, dass das Kabel die maximale Ladegeschwindigkeit der Powerbank unterstützt.

Sonst wird das Laden unnötig verzögert.

Wie beim Schnellladen gilt:

Verwende die Powerbank nicht in der prallen Sonne, um ein Überhitzen zu vermeiden.

Powerbanks Vor- und Nachteile

Powerbank Produktbeispiele 

Anker 325 Powerbank

Gewicht: 342,5 g
Kapazität: 20000 mAh
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VEGER Powerbank 10000mAh Mini

Gewicht: 165 g
Kapazität: 10000 mAh
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Solar-Ladegeräte fürs Bikepacking

Mit Solar-Ladegeräten erzeugst du deinen Strom selbst!

Das geht natürlich nur, wenn die Sonne scheint.

Außerdem ist die Ladeleistung begrenzt, denn tragbare Geräte besitzen wesentlich kleinere Panels als z. B. Solaranlagen auf dem Dach.

Völlig autark bist du daher nur mit großen, sperrigen Modellen, die für die meisten Bikepacker kaum infragekommen.

Eher schon eignen sich Solar-Ladegeräte, um ein Quäntchen mehr Akkulaufzeit herauszuschlagen – oder, um Geräte auf das Mindestmaß zu befüllen.

So kannst du z. B. im Notfall ein SOS senden.

Das ist bei Solar-Ladegeräten zu beachten

Solar-Ladegeräte entfalten ihre maximale Wirkung nur, wenn die Sonne im 90 Grad-Winkel auftrifft.

Darum besitzen viele Modelle ein Gestell, mit dem sich der Neigungswinkel einstellen lässt.

Morgens und abends solltest du es leicht neigen.

Zur Mittagszeit dagegen können die Panels flach auf dem Boden ruhen.

Beachte außerdem:

Zwar mögen Solarpanels die pralle Sonne; Akkus können durch zu viel Hitze jedoch Schaden nehmen.

Dieses Problem lässt sich auf zwei Arten umgehen: einmal durch ein langes Kabel; zum anderen, indem du das zu ladende Gerät abdeckst (etwa mit einer Pappschachtel).

Solar-Ladegeräte Vor- und Nachteile

Solar-Ladegeräte Empfehlungen

Blavor Premium

Leistung: 30 W
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BigBlue Solar Ladegerät

Leistung: 28 W
Preis prüfen*

Dynamo-Naben fürs Bikepacking

Dynamos stellen wohl die älteste Methode dar, beim Fahrradfahren Strom zu erzeugen.

Das Prinzip kennen wir alle noch aus dem Physikunterricht:

Es nennt sich Induktion.

Dabei wird mechanische Energie (Drehung des Vorderrads) in elektrische Energie umgewandelt.

Der Dynamo ist fest mit dem Rad verbunden und versorgt die Beleuchtung des Fahrrads mit Strom.

Abschalten lässt er sich nicht. Außerdem erhöht er das Gewicht und den Widerstand – heißt, du musst ein wenig stärker in die Pedale treten.

Dafür bist du weder von Steckdosen noch Sonnenschein abhängig.

Solange sich das Vorderrad dreht, wird Strom erzeugt!

Das ist bei Dynamo-Naben zu beachten

Beim Kauf eines Dynamos sind mehrere Kriterien entscheidend:

  • Der Wirkungsgrad gibt an, wie viel mechanische Energie in Strom umgewandelt wird. Je höher, desto besser. Gute Dynamos liefern etwa 45 bis 60 % Wirkungsgrad.
  • Die Leistungsverluste sollten möglichst gering ausfallen – z. B. 0,1 bis 1,7 % (bzw. 1,5 bis 2,7 % bei eingeschaltetem Licht).
  • Nabendynamos bringen meist 500 bis 1.500 g auf die Waage. Das ist vor allem dann wichtig, wenn du zum Ultraleicht-Bikepacking aufbrechen willst.

Neben deiner Beleuchtung kannst du auch Geräte wie Smartphone und Navi mit Strom versorgen.

Möglich machen es spezielle Adapter (z. B. von Velotor).

Beachte jedoch: Die Ladeleistung ist mit 12 Watt nicht berauschend.

Um Geräte zu laden und gleichzeitig den Weg auszuleuchten, musst du also ganz schön strampeln!

Dynamo-Naben Vor- und Nachteile

Beispiele für beliebte Dynamo Naben Hersteller:

Ersatz-Akkus / Ersatz-Batterien

Du hast keine Möglichkeit, deine elektrischen Geräte aufzuladen?

Dann kommt noch eine andere Option infrage:

Ersatz-Akkus bzw. Batterien.

Wie viele du mitnehmen solltest, hängt natürlich von der Dauer der Tour und deinem Strombedarf ab.

Da der Platz begrenzt ist, wirst du um einen Kompromiss kaum herumkommen.

Das ist bei Ersatzbatterien zu beachten

Viel gibt es nicht zu beachten:

Solange die Batterien in dein Gerät passen, kannst du sie ganz nach Belieben austauschen.

Beachte jedoch, dass diese Methode bei den meisten aktuellen Smartphones nicht funktioniert.

Sie besitzen einen fest verbauten Akku, der sich nicht einfach wechseln lässt.

Der letzte Punkt sollte selbstverständlich sein – trotzdem:

Wirf die alten Batterien nicht einfach in den Mülleimer, sondern gibt sie nach der Tour bei einer Sammelstelle ab.

Die Umwelt wird es dir danken.

Ersatzbatterien Vor- und Nachteile

Batterien vs. Akkus – was sind die Unterschiede?

Streng genommen ist „Batterie“ der Oberbegriff für alle Stromspeicher.

Man unterscheidet dann zwischen Primär- und Sekundärzellen.

Erstere – also Batterien im engeren Sinne – können nicht erneut aufgeladen werden.

Dafür sind sie weniger temperaturempfindlich und halten die Ladung länger.

Sie eignen sich vor allem für Geräte mit niedrigem Stromverbrauch.

Sekundärzellen (Akkus) lassen sich aufladen, wenn sie leer sind.

Das geht jedoch nicht unbegrenzt oft, da jeder Akku mit der Zeit an Kapazität einbüßt.

Akkus sind in der Anschaffung teurer, im Betrieb jedoch wesentlich günstiger als Batterien.

Außerdem schonen sie die Umwelt, da sie erst nach Jahren ausgetauscht werden müssen.

Stromversorgung mit Powerbank

Tipps zum Energiesparen

Nicht nur die Art und Weise, wie elektronische Geräte während einer Bikepacking-Tour aufgeladen werden, ist wichtig.

Entscheidend ist auch der Umgang mit den Geräten.

Die folgenden Tipps helfen dir dabei, den Akku zu schonen und die maximale Laufzeit herauszuschlagen.

Smartphones – allgemeine Nutzung

Jedes Smartphone ist anders.

Manche Geräte besitzen einen Akku, der tagelang durchhält. Andere machen bereits am Ende der Etappe schlapp.

Trotzdem gibt es Möglichkeiten, die Akkulaufzeit bei (fast) allen Geräten zu erhöhen.

Da wären zum Beispiel Stromspar-Modi.

Sind sie aktiviert, werden bestimmte Funktionen ausgeschaltet, die Leistung gedrosselt oder Benachrichtigungen im Hintergrund stummgeschaltet.

Doch auch, wenn kein solcher Modus vorhanden ist, kannst du dir behelfen:

  • Verwende den Flugzeugmodus so oft es geht und schalte alle externen Verbindungen aus, die nicht benötigt werden. WLAN und Bluetooth lassen sich manuell deaktivieren – genau wie mobile Daten.
  • In Gebieten mit schlechtem Empfang kann die ständige Netzsuche deines Mobiltelefons schnell zu einem leeren Akku führen. Es spricht daher nichts dagegen, die SIM-Karte herauszunehmen.
  • Der Bildschirm sollte so oft wie möglich ausgeschaltet bleiben. Wenn du ihn für die Navigation benötigst, dann regle die Helligkeit auf ein Minimum herunter. Zusätzlich kannst du in den Einstellungen deines Handys eine „Bildschirm-Timeout Zeit“ bestimmen. Dann wird das Display nach einer bestimmten Zeit automatisch ausgeschaltet.
  • Bei kalten Außentemperaturen entladen sich Akkus schneller als gewöhnlich. Halte dein Telefon daher nach Möglichkeit warm. Bewahre es nachts in einer Tasche oder in deinem Schlafsack auf, wenn die Temperaturen sinken.
  • Hand aufs Herz: Im Alltag schalten die wenigsten von uns ihr Smartphone komplett aus. Unterwegs ist dies jedoch keine schlechte Idee. Wenn du in einer Gruppe fährst, kannst du dich in punkto Navigation mit deinen Mitfahrern abwechseln, sodass nur ein Gerät benötigt wird. Wichtig: Notiere dir deine PIN. Du musst sie nämlich eingeben, wenn du das Smartphone wieder einschaltest.

Smartphones – Navigation

Wenn du dein Smartphone zur Navigation nutzt, ist es schon etwas schwieriger, den Akku zu schonen.

Doch auch hier gibt es Mittel und Wege, die Laufzeit zu erhöhen.

Speichere deine geplanten Routen und Karten offline ab.

Das schont nicht nur den Akku, da die Karten nicht andauernd neu geladen werden; es ist auch sehr hilfreich, wenn kein Handyempfang vorhanden ist.

Mit Offline-Zugriff auf deine Routen kannst du ohne Netz weiter auf deine Karten zugreifen und navigieren.

Viele Navigationsapps bieten eine Audionavigation.

Ähnlich wie beim Auto-Navi gibt dir eine freundliche Stimme Hinweise, welchen Weg du einschlagen musst.

So kannst du den Bildschirm ausgeschaltet lassen und Energie sparen.

Tipp: Vergewissere dich, dass der Alarm eingeschaltet und der Ton aufgedreht ist, um keine Abzweigung zu verpassen. Bei komplizierten Streckenverläufen lohnt sich zwischendurch ein Blick auf den Bildschirm.

GPS-Tracker

Satelliten-Tracking- und Messaging-Geräte wie der Garmin InReach Mini* sind für viele Radreisende unverzichtbar – vor allem, wenn sie allein in abgelegenen Gegenden fahren.

Wie viel Strom diese Geräte verbrauchen, hängt stark von der Nutzung ab.

Manche GPS-Tracker mit SOS-Taste werden lediglich für den Notfall mitgenommen.

Du kannst sie ausgeschaltet lassen, bis du sie brauchst – was hoffentlich nicht passieren wird!

Achte jedoch darauf, den Tracker gut zugänglich aufzubewahren.

Wenn du das „Live-Tracking“ deines GPS-Trackers nutzen möchtest, steigt der Energieverbrauch; die Akkulaufzeit verringert sich.

Um den Akku zu schonen, solltest du das längste Tracking-Intervall einstellen, das zur Verfügung steht.

Noch ein Wort zu Bluetooth:

Wie auch bei Smartphones zehrt diese Verbindungsart am Akku.

Am besten schaltest du Bluetooth daher aus, wenn Tracker und Smartphone gerade nicht verbunden sind.

Fahrrad-Navigationsgeräte

Fahrrad-Navis verbrauchen grundsätzlich weniger Energie als Smartphones.

Trotzdem gilt:

Wie alle anderen elektronischen Geräte solltest du dein Navi immer ausschalten, wenn du es gerade nicht benötigst.

Außerdem kannst du die Bildschirm-Helligkeit verringern und so noch mehr Laufzeit herausschlagen.

Für weitere Stromspar-Modi siehst du am besten in der Anleitung nach.

Beleuchtung

Wenn du im Stadtverkehr unterwegs bist oder oft im Dunkeln fährst, ist eine gute Beleuchtung Pflicht.

Es gibt viele verschiedene Arten von Fahrradlampen: von einfachen batteriebetriebenen Leuchten bis hin zu superhellen Strahlern, die durch einen externen Akku betrieben werden.

Wenn eine entsprechende Möglichkeit vorhanden ist, solltest du immer die Leuchtstufe verwenden, die am wenigsten Strom verbraucht.

Achte jedoch darauf, dass die Helligkeit trotzdem noch für Strecke und Fahrbedingungen ausreicht.

Bikepacking Strom mit Powerbank

Urheber: vadish

Stromversorgung beim BikepackingFazit

Wie so oft beim Bikepacking gilt auch für die Stromversorgung: eine perfekte Lösung gibt es nicht!

Sie ist immer abhängig von den Geräten, den Rahmenbedingungen und deinen persönlichen Bedürfnissen. 

Bikepacking-Anfängern rate ich daher, sich langsam an das Thema heranzutasten.

Überlege dir im Vorfeld, welche Geräte du mitführen und wie du diese einsetzen möchtest.

Am Anfang reichen ein oder zwei günstige Powerbanks, um deine Stromversorgung sicherzustellen.

Steigern sich Länge und Komplexität deiner Touren – oder schaffst du dir weitere Geräte an?

Dann kannst du die Stromversorgung nach und nach optimieren: z. B. durch zusätzliche Akkus oder ein Solar-Ladegerät.

Egal, für welches System du dich entscheidest – ich hoffe, mit diesen Tipps hast du immer genug Strom, um auch die abgelegensten Ziele zu erreichen!

 

Happy Bikepacking

Dennis

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6 comments on “Stromversorgung beim Bikepacking - So hast du unterwegs immer genügend Energie”

  1. Hallo Dennis,
    hast du einen Tipp, welche Powerbank am besten mit Ladegerät (cycle 2 charge) am Nabendynamo und/oder Solarpanel zum aufladen des IPhones funktioniert (gleichzeitiges Laden und Entladen).
    Die Powerbank sunny bag wurde mir empfohlen aber die Rezensionen sind nicht so dolle…
    LG Susanne

    1. Hi Susanne,
      ich persönlich habe keine Erfahrungen mit cycle-to-charge oder mit dem Betrieb eines Solarpanels, da ich beides bisher nicht im Einsatz habe. Ein Freund von mir nutzt jedoch ein Solarpanel in Verbindung mit einer Powerbank von Sunnybag (Sunnybag POWERPACK 10000 mah) und ist damit bisher zufrieden. Dank deines Kommentars werde ich mich aber mal etwas intensiver mit dem Thema beschäftigen und diesen Artikel bei Zeiten noch mal updaten 🙂
      Grüße

  2. Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Die autarke Stromversorgung ist schon ein Thema für sich. Bei den Geräten sollte man wirklich auf die Langlebigkeit achten.

  3. Stromversorgung ist ein Interessantes Thema. Habe Dynamo und Solar selbst getestet. Mein Solarpanel liefert ca. 800mAh (30x15cm) bei direkter Einstrahlung. Letztlich war es einfach zu wenig, was am Ende am Akku an kam. All zu oft fahren wir eben nicht im richtigen Winkel zur Sonne. Meiner Meinung nach unnötiger Ballast auf Radreisen.

    Auf meiner ersten 4000km Tour zum Nordkapp in 2022 (NC4K) nutze ich dann ein SON Dynamo und eine IQ-X als Dynamo-Frontleuchte. Viele Akku Radler bei der Tour profitierten von meinem starken Dynamolicht in der Nacht, schalteten ihre Leuchten herunter und nutzen meinen Lichtkegel zur Orientierung. Mit der INIU Power Bank 20.000mAh versorgte ich dann meinen Wahoo und das Handy. Alle zwei bis drei Tage konnte ich unterwegs im Hotel die Akkus alle nachladen. Selten war die Powerbank niedriger als 30% - die Prozentanzeige ist übrigens sehr genau und eine ideale Hilfe beim Bikepacking, um zu sehen wie weit ich noch komme. iPhone (10-15%), Wahoo (6-10%) pro Ladung.

    In 2023 ergänzte ich das Setup um den erwähne Cycle2charge. Mit der IQ-X muss man aufpassen, dass das Licht am Tag ausgeschaltet wird, weil die Leuchte automatisch an geht und den Ladestrom am Tag ‚klaut'. Wenn das Licht aus ist, sind schon bei 20km/h ca. 800-1000mAh Ladestrom möglich. Theoretisch ist ein Handy nach ca. 3h voll aufgeladen, ein Wahoo je nach Generation 1-2h.

    Ich habe auch die Sunnybag Powerbank getestet und letztlich zu Hause gelassen, sie kann zwar gleichzeitig geladen und entladen werden - ok. Aber sie hat auch Nachteile, die 10000mAh sind von z.B. einem iPhone 11 ziemlich schnell leer gesaugt und sie hat auch nur einen Ausgangsport. Oft wollte ich aber mein Handy und den Wahoo gleichzeitig aufladen und mit der Sunnybag werden alle Geräte einzeln geladen - ein NoGo für mich.

    Stattdessen verwendete ich meine INIU weiter, diese ließ sich über den Cycle2charge am Tag problemlos laden (und hat 3 Ausgangsports) - auf gleichzeitiges Laden und Entladen habe ich verzichtet - soll angeblich dabei warm werden. Je nach Situation habe ich dann den Wahoo gerne am Tag mal zwischengeladen und in der Nacht Handy und Wahoo komplett aufgeladen. Fährst du nachts weiter, ist Licht mit einer IQ-X in bester Qualität durch das Dynamo vorhanden. Willst du in der Nacht schlafen, kannst du die wichtigsten Geräte (3 Stück) gleichzeitig laden.

    Ich finde das Dynamo mit einer starken Leuchte und dem Cycle2charge die beste Lösung. Dazu eine 20.000 Powerbank und eine kleine Notfall-Powerbank, da reichen auch die daumendicken mit ca. 3000mAh, um in einem Notfall einen Wahoo, das Handy oder den GPS-Tracker bei Events nachzuladen. Oder um am Tag die Powerbanks im Wechsel nachladen zu können. Als Ladegerät im Hotel nutze ich übrigens ein Anker 543 mit 3x USB und 1x USB-C - es ist flach und mit 65W schnellladefähig.

    Noch eines zu dem ominösen Fahrwiderstand bei Dynamos - bei einem guten, hochwertigen Dynamo ist er wirklich zu vernachlässigen - ich merke ihn einfach nicht. Viele beschreiben den Unterschied, wie eine schlechter geschmierte Kette. Ich finde auch, dass vor allem bei mehrtägigen Radreisen oder einem über mehrere Tage gehenden Event/Rennen, wie dem NC4K, war ein Dynamo nie ein Problem. Mein SON Dynamo arbeitet z.B. erst effektiv bei höheren Geschwindigkeiten. D.h. es bremst weniger ab und der maximale Strom ist erst ab ca. 15-20kmh da - letztlich kommt im Flachen aber immer genug Strom an. Im Schnitt sind es pro Stunde die 800mAh (selbst nachgemessen mit einem USB Strommessgerät/zähler). Und wie schön ist es, bei einem mehrtägigen Event einfach z.B. nicht mehr an das Licht denken zu müssen, es ist immer da - ein elementares Problem weniger zu haben, ist Goldwert. Wenn dazu noch eine Lademöglichkeit vorhanden ist - top.

    1. Hi Aleksander,
      vielen Dank, dass du dir die Zeit für einen so ausführlichen Kommentar genommen hast. Ich finde es klasse, dass du deine Erfahrungen hier mit uns teilst. Bei vielen eher allgemeiner gehaltenen Beiträgen kann ich nicht in einem solchen Detailgrad einsteigen. Zudem habe ich auch nicht mit jedem Produkt (Langzeit) Erfahrung. Umso besser, wenn sich die Community hier direkt über ihre Praxiserfahrungen austauscht! Falls du mal Lust hast, einen Erfahrungsbericht zu schreiben, melde dich gerne unter dennis@simple-bikepacking.de bei mir. 🙂
      Beste Grüße
      Dennis

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