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Bikepacking und Radreisen mit dem Fahrradanhänger - Das musst du wissen!

Sie sind mittlerweile ein häufiger Anblick auf deutschen Radwegen: Fahrradanhänger, mit denen sich Gegenstände und Gepäck einfach transportieren lassen. Auch Anhänger Kind für Kinder und Hunde erfreuen sich heutzutage großer Beliebtheit. 

Bikepacker sieht man noch selten mit einem Fahrradanhänger, jedoch gerade bei langen Radreisen im Ausland können sie eine praktische Erweiterung des Transportvolumens darstellen.

Ich  zeigen dir in diesem Beitrag, welche unterschiedlichen Typen von Anhängern es gibt und was du bei der Auswahl beachten solltest.

Transparenz:

Ich empfehle in diesem Beitrag Produkte und nenne Firmennamen, ohne dass ich dafür vom Hersteller eine Gegenleistung erhalte. Die Empfehlungen basieren auf gewissenhafter Recherche, Erfahrungswerten von Bekannten, Freunden, Rückmeldungen von Besuchern, oder vorhandenen Bewertungen zum jeweiligen Produkt.  Enthaltene Affiliate-Links sind, wie immer mit einem * als solche gekennzeichnet.

Wissenswertes über Fahrradanhänger

Natürlich ist Anhänger nicht gleich Anhänger. Je nach Bauart und Aufhängung sind sie für unterschiedliche Anforderungen geeignet.

Unterschiedliche Bauarten

Einspurig

Die meisten Anhänger auf dem Markt sind heute mit einem Rad ausgestattet. Das macht sie leichter und wendiger als zweirädrige Modelle. Schlaglöcher lassen sich einfacher umfahren.

Außerdem hast du so ein Rad weniger, das bei der Fahrt platzen kann. Der Nachteil: Bauartbedingt neigen sich einrädrige Anhänger beim Fahren mit. Das kann am Anfang gewöhnungsbedürftig sein – vor allem, wenn du viel Gewicht transportierst.

Topeak Fahrradanhänger einspurig

Topeak Journey Fahrradanhänger 1- spurig © Topeak

Zweispurig

Zweispurige Anhänger sind vor allem für Fahrten in der Stadt interessant, da sie bei geringer Geschwindigkeit stabil bleiben – ideal, wenn du Kinder oder Hunde transportieren möchtest.

Ein weiterer Vorteil: Durch die Gewichtsverteilung auf zwei Räder kannst du diese Anhänger mitmehr Gewicht beladen. Für das Bikepacking im Gelände kommen zweispurige Modelle dagegen kaum zum Einsatz.

Klarfit Companion - Fahrradanhänger Lastenanhänger

Klarfit Companion Lastenanhänger 2 spurig © Klarfit

Unterschiedliche Befestigungsarten

 

An der Achse:

Die meisten Fahrradanhänger werden an der linken Seite der Hinterachse befestigt. Das Gewicht befindet sich also hinter dem Fahrrad. Dies hat den Vorteil, dass der Rahmen des Fahrrads entlastet wird.

Durch den niedrigen Schwerpunkt bleibt der Anhänger stabil und unerwünschtes Schaukeln wird minimiert. Hersteller wie z.B. Topeak, verwenden Befestigungssysteme, die an beiden Seiten der Achse befestigt werden.

An der Sattelstütze

Älter ist die Anbringung an der Sattelstütze: Hierbei befindet sich der Anhänger näher am Fahrrad als bei der Achs-Befestigung. Das erlaubt das Fahren engerer Kurven.

Allerdings wird die Stabilität durch den höheren Schwerpunkt beeinträchtigt, was auf unbefestigten Strecken unpraktisch ist. Außerdem wird der Gepäckträger durch die Anbringung an der Sattelstütze unbenutzbar. Dafür kann ein solcher Anhänger einfach als Handwagen verwendet werden.

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Faltbare / Klappbare Anhänger – Ideal für Auslandsreisen

Die meisten Fahrradanhänger haben einen entscheidenden Nachteil: Sie sind sperrig und lassen sich nur schwer im Bus oder Flugzeug transportieren.

Abhilfe schaffen Lastenanhänger, die sich zusammenklappen oder –falten lassen. So schrumpfen Sie auf eine leicht handhabbare Größe. Manche dieser Modelle lassen sich außerdem bequem auf dem Gepäckträger transportieren, falls du sie beim Fahren nicht brauchst.

Burley Flatbed Fahrradlastenanhänger

Faltbarer Burley Flatbed Fahrradlastenanhänger © Burley

Rechtliche Bestimmungen nach STVZO

 

Maße und Gewicht

  • Fahrradanhänger dürfen maximal 2,55 m breit sein, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden und Autofahrern das Überholen zu erleichtern.
  • Die maximal erlaubte Höhe und Länge liegt bei 4 x 12 m.
  • Das Höchstgewicht für ungebremste Anhänger beträgt 40 kg. Verfügt der Anhänger über eine eigene Bremse, erhöht sich das Maximalgewicht auf 80 kg.
  • Reflektoren müssen hinten, vorne und an der Seite angebracht werden.

Fahrradanhänger für Kinder

  • Wenn Kinder im Anhänger transportiert werden, muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein.
  • Kinder müssen im Anhänger angeschnallt sein und einen Helm tragen.
  • Maximal zwei Kinder bis 7 Jahre dürfen im Anhänger Platz nehmen. Kinder mit Behinderung sind von dieser Altersregelung nicht betroffen.

Mehr Hilfreiches zum Thema Fahrradanhänger für Kinder gibt es Hier: https://www.fahrradanhaengertests.com/kinderfahrradanhaenger/

 

Fahrradanhänger kind

Darauf solltest du beim Kauf achten:

 

Einsatzzweck

Wer überwiegend auf gut befestigten Straßen unterwegs ist, stellt andere Anforderungen an seinen Anhänger als Offroad-Biker. Diese sollten darauf achten, dass der Anhänger über eine gute Federung verfügt und das Fahrverhalten möglichst wenig beeinträchtigt.

Einrädrige Anhänger eignen sich ideal für Touren im Gelände, während zweirädrige Modelle gern für Fahrten auf asphaltierten Wegen eingesetzt werden.

 

Benötigtes Transportvolumen

Beim Volumen von Lastenanhängern ist die Auswahl groß. Natürlich solltest deine Entscheidung davon abhängig machen, wie viel du im Durchschnitt transportieren musst: Für den gelegentlichen Einkauf beim Supermarkt und kurze Radtouren genügt schon ein Fassungsvermögen von 50–60 L.

Es gibt jedoch auch Lastenanhänger, die 130 L oder mehr fassen – perfekt für tagelanges Bikepacking und Campingtrips mit Zelt.

 

Wasserdichtigkeit

Fahrradanhänger für Hunde und Kinder verfügen standardmäßig über einen Regenschutz mit Sichtfenster. Und auch Lastenanhänger werden oft mit Taschen aus wasserabweisendemMaterial wie Polyester geliefert.

Dieses hält jedoch keinen Dauerregen fern. Wer lange unterwegs ist und auf Nummer sicher gehen will, sollte seinem Anhänger darum eine Regenplane aus PVC spendieren oder darauf achten, dass die Packtasche wasserdicht ist.

 

Gewicht

Wie schwer der Anhänger maximal sein sollte, ist natürlich Geschmackssache. Wenn du auf längeren Touren unterwegs bist, hast du aber wahrscheinlich schon genug dabei.

Darum gelten 10 kg Leergewicht bei Lastenanhängern und etwa 20 kg bei  Fahrradanhängern für Hunde und Kinder als gute Faustregel.

Wenn dir viele Bergfahrten bevorstehen, zählt jedes Gramm und du solltest dich für ein besonders leichtes Modell entscheiden.

Hier spielt auch die Preisklasse eine Rolle: Bei günstigen Anhängern sollten es ein paar Kilogramm mehr sein, damit die nötige Stabilität gewährleistet ist. Hochwertige Modelle kommen dagegen mit weniger Gewicht aus.

Wichtig:  Je schwerer der Anhänger, desto besser sollten die Bremsen des Fahrrads funktionieren. Durch das zusätzliche Gewicht, das nach vorne schiebt, werden diese nämlich deutlich stärker beansprucht.

Reputation des Herstellers

Besonders wenn du im Fahrradanhänger dein Kind transportieren willst, solltest du dich für Markenqualität entscheiden. Schließlich geht die Sicherheit deines Schützlings vor. Anhänger namhafter Hersteller zeichnen sich durch hohe Robustheit und Stabilität aus.

Auch die Sicherheitsbeleuchtung ist wichtig und sogar gesetzlich vorgeschrieben. Ebenfalls solltest du als Verbraucher darauf achten, dass der Hersteller möglichst wenig schädliche Chemikalien verwendet – etwa bei Sitzpolstern und Regenplanen.

Ein Blick auf die Bewertungen bei Amazon und Co., Tests in Fachmagazinen oder Erfahrungsberichte von Freunden und Bekannten, helfen dir dabei die Qualität besser einschätzen zu können.

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Radreisen mit Anhänger – Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:

  • Anhänger erhöhen den Stauraum und machen Fahrradtaschen überflüssig. Außerdem lassen sich sperrige Gegenstände wie Zeltstangen leichter in Lastenanhängern transportieren als in Fahrradtaschen.
  • Dadurch dass du eine große Tasche auf dem Anhänger mitführst, musst du weniger einzelne Gepäckstücke mitnehmen. Das ist besonders beim Diebstahlschutz praktisch, da du nur auf eine Tasche aufpassen musst.
  • Im Vergleich zu Seitentaschen lastet weniger Gewicht auf der Hinterachse und den Speichen. Das erlaubt es dir, auf ein leichteres und damit auch agileres Fahrrad für deine Tour zurückzugreifen.
  • Anhänger sind die einzige Möglichkeit, kleine Kinder und Hunde sicher auf deiner Radtour mitzunehmen.
 

Nachteile:

  • Anhänger erhöhen das Gewicht. Dadurch benötigst du mehr Kraft zum Treten, was sich besonders bei Bergauf-Fahrten bemerkbar macht.
  • Anhänger schränken die Beweglichkeit bei Offroad-Touren ein. Da sich das meiste Gewicht nun hinter dem Fahrrad befindet, nimmt die Traktion auf dem Hinterrad ab. Das kann vor allem auf steilen Schotterpisten zum Problem werden.
  • Anhänger machen es schwieriger, das Fahrrad durch unwegsames Terrain zu schieben. Auch das Mitnehmen in öffentlichen Verkehrsmitteln wird erschwert, da das Fahrrad mit Anhänger mehr Platz beansprucht.
  • Anhänger sind deutlich teurer als Fahrradtaschen – besonders wenn es ein Markenprodukt sein soll.

Fazit

Bei der großen Auswahl an Fahrradanhängern ist für jeden das Richtige dabei – egal ob du Lasten, Kinder oder Hunde transportieren willst, einen kurzen Ausflug oder längere Radreisen unternehmen möchtest.

Qualitätsprodukte erfüllen die gesetzlichen Sicherheitsstandards, beeinträchtigen die Fahreigenschaften kaum und bestechen außerdem durch niedriges Gewicht bei hoher Stabilität – die erste Wahl für ausgiebige Bikepacking-Abenteuer.

Fahrradanhänger Hersteller und Modelle

 

Damit du dich im Dschungel der Marken und Hersteller etwas besser zurechtfinden kannst, habe ich die nachfolgende Übersicht erstellt. In der Liste findest du die Anhänger-Hersteller, eine Auswahl an Produkten und den Typ bzw. Einsatzzweck.

Titelbild: © 123RF

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One comment on “Bikepacking und Radreisen mit dem Fahrradanhänger - Das musst du wissen!”

  1. Vielen Dank für die Übersicht. Wir waren bisher immer mit Kinderanhänger unterwegs. Meist mit einem Zweisitzer mit nur einem Kind und viel Gepäck. Gerade die Burley Anhänger bieten viel Platz im Gepäckfach. Ohne Kind oder mit halber Besetzung passt auch vorne ordentlich was rein. Zuletzt hatten wir aber ein paar Defekts: ein Achsbruch oder gerissene Bespannung sind unterwegs leider kaum zu reparieren und können eine Tour plötzlich beenden. Weil die Kinder jetzt alle selbst fahren suchen wir jetzt nach einem Lastenanhänger und stellen fest, dass in die gar nicht so viel reingeht wie in einen geräumigen Kinder-Anhänger 🙂 LG, Peter
    https://daskinderrad.de/fahrradanhaenger-fuer-kinder-vergleich/

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